Der Haustechnik-Blog - alles vom Heizkessel bis zur Waschtischarmatur

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Dämmung von Rohrleitungen nach EnEV 2007/2009 - Teil 2

Wärmedämmung von Armaturen, Bogen, Abzweige, T-Stücke, Rohrhalterungen etc.

Formteile und Armaturen zählen zu Wärmeverteilungsleitungen und Warmwasser-Anlagen und müssen nach Anlage 5 (zu § 10 Abs.2, § 14 Abs. 5 und § 15 Abs. 4), Tabelle 1, EnEV 2009 gedämmt werden. Bleiben diese ungedämmt, entstehen hohe Energieverluste.

Einbau von exzentrischer / asymmetrischer Wärmedämmung (Dämmhülse) gemäß EnEV 2009

Exzentrische / asymmetrische Rohrdämmung darf eingebaut werden, wenn mit einer verstärkten Däm­mung zur Kaltseite hin insgesamt die gleiche Wärmedämmwirkung wie bei einer konzentrischen Ausführung erreicht werden kann. Es ist dabei wichtig, dass die Gleichwertigkeit vom Her­steller nachzuweisen ist. Einzelheiten sind der notwendigen Allge­meinen bauaufsichtlichen Zulassung (ABZ) des jeweiligen Herstellers zu entnehmen.

Wärmedämmung von Rohrleitungen im Bereich von Hohlraumböden bzw. zwischen abgehängten Decken

Eine konzentrische Ausführung (`Rundum-Dämmung gleicher Dicke´) gemäß Zeile 1 bis 4, Anlage 5 (zu § 10 Abs. 2, § 14 Abs. 5 und § 15 Abs. 4 ), Tabelle 1, EnEV 2009 ist zu `100einzusetzen.

Tags: Armaturen, Dämmhülse, Energieverluste, EnEV, Formteile, Rohrdämmung, Warmwasser, Wärmedämmung

Erstellt am Sonntag 23. August 2009
Unter: Absperrungen, Armaturen allgemein, Energie-Wissen, Fachliteratur, Heizungstechnik, Rohrinstallationen, Rohrisolierung, Rohrleitungen, Rohrsysteme, Sanitär, Verordnungen & Richtlinien, Wärmedämmung | 1 Kommentar »

Dämmung von Rohrleitungen nach EnEV 2007/2009 - Teil 1

Neu: `an Außenluft grenzende Rohrleitungen´ müssen nun gedämmt werden

Wärmeverteilungsleitungen und Wasserleitungen von Kaltwasser und Warmwasser, die an die Außenluft grenzen, müssen mit mindestens dem Zweifachen der Mindestdicke gedämmt werden. Erstmals wurde eine Anforderung für nicht im Gebäude bzw. nicht in der thermischen Hülle eines Gebäudes installierte Rohrleitungen in der EnEV festgeschrieben. Die Forderung bezieht sich auf Rohrleitungen und Armaturen, die im direkten Kontakt mit der Außenluft stehen. Die Notwendigkeit des Einsatzes von Si­cherheitssystemen zur Verhinderung von Frostschäden an den Rohrleitungen und anderen Anlagenteilen wird mit dieser Forderung jedoch nicht außer Kraft gesetzt.

Nachrüstverpflichtung für ungedämmte Rohrleitungen sowie Armaturen in unbeheizten Räumen

Wenn Rohrleitungen zugänglich verlegt sind, müssen gemäß EnEV 2009 § 10 Abs. 2 diese Wärmeverteilungsleitungen und Warmwasserleitungen sowie in ihnen verbaute Armaturen nach Anlage 510 Abs.2 und § 14 Abs. 5, Tabelle 1) ge­dämmt werden. Der Gesetzgeber gibt mit der EnEV 2009 eine Frist zur Nachrüstung der Wärmedämmung für Hausei­gentümer von Gebäuden bis zum 1.Januar 2012 vor. Ausgenommen gemäß EnEV 2009 sind technische Anlagen, deren Frist zur Nachrüstung gemäß § 30 Abs.2 bereits zu einem früheren Zeitpunkt endet.

Tags: Armaturen, Außenluft, EnEV, Frostschäden, Hauseigentümer, Kaltwasser, Nachrüstpflicht, Rohrleitungen, Warmwasser, Wasserleitungen, Wärmedämmung

Erstellt am Sonntag 23. August 2009
Unter: Armaturen allgemein, Energie-Wissen, Heizungstechnik, Rohrinstallationen, Rohrisolierung, Rohrleitungen, Rohrsysteme, Sanitär, Solartechnik, Verordnungen & Richtlinien, Wärmedämmung | 1 Kommentar »

Mietrecht -> Pflichten von Mietern -> Schlüssel für Wohnung / Schimmel an den Wänden

Verletzt der Mieter seine Obhutspflicht für die Mietwohnung und der Vermieter kann dadurch Schäden oder Folgeschäden nicht verhindern, weil er oder ein Fachhandwerker nicht in die Wohnung des Mieters gelangen kann, kann der Mieter zu Schadensersatz verpflichtet werden. Bildet sich zum Beispiel Schimmel an den Wänden, weil während eines Urlaubs bzw. während längerer Abwesenheit aus der Wohnung nicht richtig gelüftet wird, dann darf der Mieter die Miete nicht mindern (OLG Frankfurt, AZ 19 U 7/99), sondern er wird sogar noch zur Kasse gebeten.
Mieter sollten daher - auch wenn sie dies rechtlich nicht müssen - einen Wohnungsschlüssel für ihre Wohnung beim Vermieter belassen bzw. während längerer Abwesenheit einen Schlüssel beim Nachbarn hinterlegen. Auch sollten Mieter während längerer Abwesenheit den Vermieter oder einen Nachbarn bitten, regelmäßig nach dem Rechten zu schauen und zu lüften (Stoßlüftung).
Während längerer Abwesenheit sollte alle unnötigen Verbraucher vom Stromnetz genommen werden, um Schäden durch z.B. Überspannung (Blitzeinschlag) zu verhindern. Es bringt hier nichts, die Sicherung einfach auszuschalten! Empfehlenswert ist auch das Abstellen der Wasserzufuhr zum Mietobjekt, um etwaige Wasserschäden zu vermeiden.

Tags: Mieter, Stoßlüftung, Vermieter

Erstellt am Sonntag 9. August 2009
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ganzheitlicher Heizungs-Check: in voller Höhe von der Steuer absetzbar!

Der neue ganzheitliche Heizungs-Check wird ab sofort vom Heizungsbauer angeboten. Dafür nimmt der zertifizierte Spezialist aus dem Fachhandwerk die komplette Heizungsanlage genau unter die Lupe: Vom Heizkessel über die Rohrleitungen, der Heizungspumpe bis hin zum Heizkörper und dem Thermostatventil.
Einsparpotenziale werden so transparent, übersichtlich und vergleichbar sichtbar gemacht. Aufgrund des standardisierten Verfahrens ist das Fachhandwerk außerdem in der Lage, konkrete Modernisierungsvorschläge für das untersuchte Heizungssystem zu geben. So können Hausbesitzer zukünftig erheblich an Energiekosten einsparen.
Der Heizungs-Check kostet für das Einfamilienhaus ca. EU 100,- , für das Zweifamilienhaus ca. EU 170,- und ist als Handwerkerleistung in voller Höhe von der Steuer absetzbar.

Tags: Einfamilienhaus, Energiekosten, Fachhandwerk, Hausbesitzer, Heizkessel, Heizkörper, Heizungs-Check, Heizungsanlage, Heizungsbauer, Heizungspumpe, Heizungssystem, Rohrleitungen, Thermostatventil, Zweifamilienhaus

Erstellt am Sonntag 28. Juni 2009
Unter: Brennwertkessel & -geräte, Durchlauferhitzer, Energie-Wissen, Fussbodenheizung, Gasbrenner, Gaskessel, Heizkörper, Heizungspumpen, Heizungstechnik, Holzkessel, Kraft-Wärme-Kopplung, Messtechnik & Regeltechnik, Rohrinstallationen, Rohrisolierung, Rohrleitungen, Rohrsysteme, Sanitär, Solartechnik, Speicher & Speichertechnik, Thermostatventile, Wandheizung, Warmwasserspeicher, Wärmedämmung, Wärmepumpen, Wärmerückgewinnung, Ölbrenner, Ölkessel | 2 Kommentare »

Qualität des Heizungswassers mitentscheidend für Energieverbrauch

Der größte Anteil am gesamten Energieverbrauch eines Haushalts entfällt auf die Heizungsanlage. Die Qualität des Heizungsfüllwassers spielt in der Praxis noch immer eine untergeordnete Rolle, obwohl sie in Bezug auf Energieverluste durchaus relevant ist.
Um eine bessere Verbrennung und höherer Wirkungsgrad vom Heizkessel zu erzielen, wird die Flammentemperatur im Heizkessel angehoben. Die daraus resultierende Vergrößerung der Heizflächenbelastung führt zu unerwünschter Belagsbildung und behindert den Wärmeübergang u.U. sehr massiv. Selbst relativ dünne Kalkablagerungen von nur zwei Millimetern verursacht bereits einen Wärmeübertragungsverlust von fast 15 %. Auch der zunehmende Materialmix verschiedener Werkstoffe belastet die Heizanlagen durch Korrosion sowie die Bildung von Schlamm aus Korrosionsprodukten. Aus diesem Grund gibt die VDI-Richtlinie 2035 klare Richtwerte für das Füll- und Ergänzungswasser vor.
Mit einer Entmineralisierungseinheit enthärtet man nicht nur das Füllwasser, sondern man entmineralisiert es. Verhindert wird damit die Belagsbildung im Heizungssystem und man trägt zu einer optimalen Wärmeübertragung bei. Die Wärmeleitfähigkeit des Wassers wird auf Werte von circa 100 ?S/cm abgesenkt. Vor allem diese geringe Restleitfähigkeit vermindert die Korrosionsgeschwindigkeit im Heizkreislauf. Zudem werden korrosive Ionen wie Chlorid und Sulfat, die sonst zur Lochkorrosion führen können, aus dem Heizungswasser entfernt. Zusätzlich zur Entmineralisierung wird das Füllwasser mittels eines pH-Wert-Stabilisators alkalisiert, um Säurekorrosion zu verhindern.

Tags: Chlorid, Energieverbrauch, Energieverluste, Entmineralisierung, Flammentemperatur, Heizkessel, Heizungsanlage, Heizungssystem, Heizungswasser, Kalkablagerungen, Korrosion, Lochkorrosion, ph-Wert, Sulfat, Säurekorrosion, Verbrennung, Wirkungsgrad, Wärmeleitfähigkeit

Erstellt am Sonntag 28. Juni 2009
Unter: Brennwertkessel & -geräte, Energie-Wissen, Erfahrungsberichte & Fallstudien, Fussbodenheizung, Gaskessel, Heizkörper, Heizungsarmaturen, Heizungspumpen, Heizungstechnik, Holzkessel, Rohrinstallationen, Rohrleitungen, Speicher & Speichertechnik, Thermostatventile, Verordnungen & Richtlinien, Wandheizung, Wasseraufbereitung, Wärmepumpen, Ölkessel | Keine Kommentare »

Aufstellung einer Wärmepumpe - wichtiges und Tipps

Die Aufstellung einer Luft-Luft-Wärmepumpe bzw. Luft-Wasser-Wärmepumpe muß gut durchdacht sein, es gibt viele zu beachtende Fakten, Parameter und Bedingungen:

  • Die Mindestabstände der Wärmepumpe zu anderen Dingen und Objekten wie Haus, Wand, Mauer, Bäume, Nachbarhaus, Nachbargrundstück etc. müssen eingehalten werden, u.a. wegen Wartung, Reparaturarbeiten, Lärmschutz bzw. Lärmpegel etc.
  • an Wohn- und insbesondere an Schlafzimmer-Fenstern darf ein max. Geräuschpegel von 35 db(A) gemessen werden. Dies entspricht - im Vergleich - dem Geräusch von leichtem Regel
  • bei Installation mit Schacht als Zuluft- bzw. Abluft-Kanal unbedingt Luftleitbleche integrieren, damit die Zu- bzw. Abluft strömungskonstant angesaugt bzw. abgeführt werden kann. Andernfalls besteht Überhitzungsgefahr wegen Wärmestau direkt an bzw. sogar in der Wärmepumpe
  • die Wärmeabgabe muß generell immer gewährleistet sein: daher wird die Aufstellung einer Wärmepumpe im Keller und auf dem Dachboden (Wärmestau in Räumen), nah an der Südseite eines Hauses (zusätzliche Strahlungswärme von der Außenwand) und vorallem ungeschützt in praller Sonne (z.B. auf dem Flachdach) von fast allen Herstellern nicht empfohlen. Die meisten Wärmepumpen schalten bei einer Eigentemperatur von ca. 42°C ab bzw. gehen sogar auf Störung. Diese Temperatur kann allein durch Sonneneinwirkung sehr schnell erreicht werden!
  • Aufstellung nicht mit der Abluft-Seite (Ventilator) gegen die Windrichtung -> bei starkem Wind kann der Ventilator die Warmluft nicht abtransportieren, die Folge ist ein Wärmestau -> Abschalten der Wärmepumpe bzw. Störung
  • bei Aufstellung in schneereichen Gebieten: zusätzliches Dach über der Wärmepumpe anbringen, damit Schneelast und zuviel herabtropfendes bzw. herablaufendes Wasser nicht die Funktion beeinträchtigen können; außerdem Wärmepumpe auf ausreichend hohen Sockel stellen, damit Zuluft- und Abluftffnungen nicht durch Schnee bzw. Schneeverwehungen teilweise oder ganz verdeckt werden
  • bei viel Laub bzw. Dreck in unmittelbarer Umgebung der Wärmepumpe diese regelmäßig poberflächlich reinigen, ansonsten kann der Wirkungsgrad drastisch sinken (Stichpunkt COP-Zahl)
  • bei Kondensatwanne in der Wärmepumpe diese durch zusätzliche Begleitheizung / elektrische Heizschlange frostfrei halten, ansonsten sind Frostschäden an der Wärmepumpen schon nach wenigen Frosttagen möglich
  • Aufstellung nicht Räumen mit ölhaltiger oder chemisch belasteter Luft: Industriehalle, Werkstatt, Friseur-Salon, Küche, Räumen mit Farben oder Reinigungsmittel etc.

Außerdem gilt:

Tags: Abluft, Außenwand, Begleitheizung, COP, Dach, Frostschäden, Gas-Brennwertkessel, Geräuschpegel, Heizbetrieb, Heizschlange, Industriehalle, Keller, Kernkraftwerk, Kohlekraftwerke, Kühlbetrieb, Luft-Luft-Wärmepumpe, Luft-Wasser-Wärmepumpe, Reinigungsmittel, Strahlungswärme, Temperatur, Ventilator, Wartung, Werkstatt, Windrichtung, Wirkungsgrad, Wärmeabgabe, Wärmeerzeugung, Wärmepumpen, Wärmestau, Zuluft, Öl-Brennwertkessel

Erstellt am Mittwoch 17. Juni 2009
Unter: Erfahrungsberichte & Fallstudien, Heizungstechnik, Wärmepumpen | 2 Kommentare »

Kaminofen `momo´ von Wodtke mit Wassertasche für Heizungsunterstützung

Wodtke hat seinen Kaminofen `Momo´ zum Heizen mit Stückholz und mit integriertem Wasserwärmetauscher nun auch in einer Variante mit Speckstein-Dekorplatten vorgestellt.
Neben der angenehmen Raumwärme eines Kaminofens wird ein Großteil der erzeugten Wärmeenergie an das System der Zentralheizung abgegeben, um auch andere Räume im Haus zu beheizen. Dadurch wird die elementare Feuersthetik eines Kaminofens mit der bei Wodtke `Waterplus´ genannten Technologie kombiniert. Mit einer wasserseitigen Leistung von ca. 70% bei einer Nennwärmeleistung im Bereich von 8 kW bietet sich der Kaminofen für Räume mit geringem Rest-Wärmebedarf an und versteht sich gleichzeitig als optimale Ergänzung für eine Solaranlage mit Pufferspeicher.
Schon fast selbstverständlich ist die Anschlussmöglichkeit für eine externe Verbrennungsluftzufuhr.
Die Wodtke Thermoregelung mit automatischer Verbrennungsluftführung verspricht außerdem einen besonders schadstoffarmen Abbrand.

Tags: Kaminofen, Pufferspeicher, Solaranlage, Speckstein, Stückholz, Verbrennungsluftzufuhr, Wasserwärmetauscher, Wodtke, Wärmebedarf, Wärmeenergie, Zentralheizung

Erstellt am Donnerstag 11. Juni 2009
Unter: Heizungstechnik, Holzkessel, Speicher & Speichertechnik | 1 Kommentar »

Fraunhofer-Institut testet Wärmpumpen

Im Vergleich zu fossilen Heizsysteme sparen die getesteten Wärmepumpen im Durchschnitt Primärenergie. Das ergaben die jetzt veröffentlichten Zwischenergebnisse einer Langzeitstudie des Fraunhofer-Institut ISE in Freiburg, die die Effizienz von Wärmepumpen im neuen Einfamilienhaus untersucht. Mit dem derzeitigen Primärenergiefaktor des deutschen Stromnetzes von 2,7 nutzen Wärmepumpenanlagen bereits ab einer Jahresarbeitszahl (JAZ) von 2,5 Primärenergie besser als Gas?Brennwertkessel. Die getesteten Wärmepumpen erzielten deutlich höhere Werteabhängig vom Anlagentyp lagen die durchschnittlichen JAZ zwischen 3,0 und 3,7